Die Wanderung 898 Töbeli uuf - Töbeli ab findet nächstes Jahr am 25. März 2021 statt!

Denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

KTV Wanderpricht 898solo

Töbeli uuf – Töbeli ab

Selbst ist der Mann, dachte ich mir, als ich heute Morgen schon um acht wach war. So habe ich dann spontan und sehr eigenmächtig entschieden, „meine“ zweite Wanderung dieses Jahr doch durchzuführen.

Ich lasse mir doch von so einem verd…ten Corona Virus nicht dieses schöne Wanderwetter versauen!!! Also nach dem Morgenessen noch schnell die Reifen des Velos pumpen und dann ab zum Bahnhof Kempten. Nicht unerwartet herrsch dort natürlich (fast) gähnende Leere. So wandere ich dann halt die Langwanderung (LW) mit 23 (oder so) imaginären Wanderkommilitonen und Samantha (Harvey lässt grüssen) das Chämtner Tobel „duruuf“. Das Wetter ist noch frisch, aber die Sonne versteckt sich nicht, also ideal für die Wanderung so wie man sich’s wünscht. Technische Pausen braucht es ebenso wenig wie Aufholpausen.

Wegen der Krise sind fast keine Leute unterwegs. Trotzdem begegne ich ab und zu vereinzelten Gleichgesinnten, denen vermutlich auch die Decke auf den „Grind gheit isch“.

Wie froh wäre ich doch gewesen, wäre nach den ersten 6‘250 Schritten oder 4.6 km der Langwanderung das Ristorante Fiorentina in Adetswil offen und Rugel bei mir gewesen um den Apéro zu kredenzen, aber damit war halt nichts. So fielen denn auch die Apéroküsschen und der Ehrencantus aus.

Also weiter s‘Töbeli ab gen Auslikon. Die Fernsicht ist nicht optimal, aber allemal besser als bei der letzten durchgeführten Wanderung. Man sieht die Glarner- und Innerschweizer Alpen noch ganz knapp. Dafür werde ich mit einem fantastischen Blick auf den Pfäffikersee und das Robenhuser Riet belohnt. Im Töbeli selbst ist dann noch einiges Ungemach wegen umgestürzter Bäume die noch nicht weg geräumt sind. Nach weiteren 4‘650 Schritten oder 3.1 km der Kurzwanderung (KW) erreiche ich das Restaurant Sonne in Auslikon, welches aber auch geschlossen ist.

So nehme ich schnurstracks die Nachwanderung (NW) unter die Füsse um noch rechtzeitig zum Mittagessen zu Hause zu sein. Nach den letzten 2‘450 Schritten oder 1.7 km bin ich wieder zurück am Bahnhof Kempten wo ich das Velo sattle um heim zu fahren.

Unnötig zu erwähnen, dass natürlich auch kein Umtrunk (wo auch immer) stattgefunden hat.

Gecantet wurde nur die „Haamet“ aus dem Cantusprügel von 1995 welcher jetzt bei Vento im Archiv ist. Da dieser nicht im Cantusprügel der Wandergruppe ist, will ich ihn euch nicht vorenthalten.

Ich bitte schon jetzt um gnädigste Entschuldigung für die heutige, immense Ämterkumulierung die einmalig bleiben soll.

Haamet – Laufsch wuchelang

Johannes Zenter/Hans Metzger

 

1.      Laufsch wuchelang, fahrsch johrelang,

und schuänisch au dur alli Wält,

du findsch halt doch ka Ländli nid,

wo miir we mini Haamet gfellt!

Än Tippel dur dä Randewald,

än Gump in klare chüele Rhii,

än Mumpfel chräftigs Puurebrot,

do gschpüürsch: Woll, Haamet, du bisch mii!

R: O Land vom Rande, Hegau, Rhyy,

du Chläggital im Sunneschii,

du Schtadt, wo rings bem Munot liit:

Dä Härrgott b‘hüet eu allizyyt!

 

2.      Sim-miir au jung, bald chunnt diä Zyyt,

wo Land und Volk üüs bruuchä cha:

All Meitli gänd ä liebi Frau

und jede Bueb än wackre Maa.

Chiem an und wett üüs d’Haamet neh,

potz Blitz, mir schlieged zümpftig drii!

Miir sälber sind dä Härr im Land,

wänd ewig freii Schwiizer sii!

 

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